SPD-Abgeordnete kritisieren Verkürzung der Schleusenzeiten – Entscheidung für die Region nicht hinnehmbar
 
Die SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Ness und Tina Fischer kritisieren die Pläne des Wasser- und Schifffahrtsamtes des Bundes, die Öffnungszeiten an den für Wassertouristen höchst attraktiven Schleusen zu verkürzen.
 
Der Königs Wusterhausener Landtagsabgeordnete Klaus Ness erklärte dazu: „Die Ankündigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes ist ein herber Schlag für alle Aktivitäten und die positive Entwicklung des Wassertourismus. Ich fordere den Bund dazu auf, die Rahmenbedingungen dahingehend zu verbessern, dass ausreichend Personal zur Verfügung steht, um längere Öffnungszeiten an den Schleusen sicherzustellen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich mich einsetzen, entsprechende Initiativen in die Bundespolitik zu tragen.“

Auch die Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Wildau wären von der Entscheidung betroffen, die zuständige Abgeordnete Tina Fischer ergänzt: „Die Kommunen haben die Potenziale des Wassertourismus längst erkannt und für eine positive Entwicklung vieles auf den Weg gebracht. Dazu zählt unter anderem die Gründung der Wassertourismusinitiative Brandenburg Süd-Ost oder die Ertüchtigungen der Stadt Wildau am Klubhaus an der Dahme mit der Schaffung zusätzlicher Anlegeplätze. Die Verkürzung der Schleusenzeiten führt zu einer Verringerung der Attraktivität des Wassertourismus. Mit einer Anfrage an die Landesregierung möchte ich in Erfahrung bringen, welche Möglichkeiten das Land sieht, bei der Festlegung der Schleusenzeiten zu unterstützen.“
 
Der Unternehmer und Mitglied im Vorstand des Gewerbevereins Wildau Carsten Kröning weißt auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen hin: „Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in unserer Region. Die Zahlen von 20.000 passierenden Wasserfahrzeugen pro Jahr an der Schleuse Neue Mühle weisen auf eine gute Entwicklung hin, die sich auch auf die Wirtschaft in der Region auswirkt. Mich hatte bereits die Diskussion zum RE2-Halt in Brand verwundert, nun folgt die Ankündigung zu den Schleusenzeiten. Es darf nicht sein, dass äußere Einflüsse die touristische Entwicklung so stark beeinträchtigen. Die Entwicklung des Tourismus in der Region muss weiter Priorität für alle politischen Akteure haben, es darf nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. “
 
Klaus Ness und Tina Fischer kündigen darüber hinaus an, schnellstmöglich ein Gesprächstermin vor Ort mit Vertretern aus Politik, Tourismuswirtschaft und dem Wasser- und Schifffahrtsamtes zu organisieren.